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Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2020/21

 

Vorlesung

 

Die Frühe Neuzeit


asch_brbt Prof. Ronald G. Asch

Termin

Beginn: 04.11.2020

DIE VORLESUNG WIRD ALS PODCAST BZW. VIDEO IM NETZ ÜBER ILIAS BEREIT GESTELLT. 

Sie wird abgeprüft durch eine Klausur am 11.02.2020 - Details werden noch bekanntgegeben.

ILIAS-PW: aetas moderna

Für den Erwerb einer Studienleistung ist zwingend eine Anmeldung zur Veranstaltung auf HisInOne erforderlich.

Kommentar

 

Die Vorlesung nimmt zentrale Fragen der frühneuzeitlichen Geschichte in den Fokus und bietet zugleich einen Einblick in bedeutende Forschungsfelder. Wichtige Themen sind etwa die Reformation und die Konfessionsbildung, der Staatsbildungsprozess, die europäische Expansion, die Staatstheorie der Frühen Neuzeit und die Aufklärung. Die Vorlesung geht dabei von der Prämisse aus, dass zahlreiche Probleme der Gegenwart (etwa die Legitimation von Herrschaft im Verfassungsstaat oder die Spannungen zwischen einem Pluralismus der Werte auf der einen und einer politischen Ordnung, die für alle Beteiligten akzeptabel ist, auf der anderen Seite) nur verständlich sind, wenn man auf die frühneuzeitlichen Ursprünge dieser Diskussionen und Konflikte blickt.

Literatur

Birgit Emich, Geschichte der Frühen Neuzeit (1500-1800) studieren, 2. Aufl. 2019.; L. Schorn-Schütte,Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit, 2009.; Beat Kümin (Hg.), The European World 1500 – 1800. AnIntroduction to Early Modern History, 2009.; H. Scott (ed.), The Oxford Handbook of Early Modern EuropeanHistory, 2. Bde., 2015.

 

 

Hauptseminare

 

England, Schottland und Irland zwischen Bürgerkrieg und Glorious Revolution 1642-1688


asch_brbt Prof. Ronald G. Asch



Termin

Beginn: 03.11.2020

Di, 18-21 Uhr c.t. (Onlinesitzungen über Zoom)

Zusätzliche Kompaktsitzungen:
Fr, 22.01.2021, 10-18 Uhr (Online über Zoom)
Sa, 23.01.2021, 10-13 Uhr (Online über Zoom)

Kommentar
 
 
 
 
 
 

England und die britischen Inseln insgesamt durchliefen zwischen 1638/42 und 1688/90 eine Phase der tiefgreifenden politischen Destabilisierung, die mit dem Aufstand der Covenanters gegen die Kirchenpolitik Karls I. begann und ihren Abschluss mit der Glorious Revolution und dem „War of the Two Kings“ in Irland fand. Hierbei überlagerten sich konfessionelle Probleme – der englische Bürgerkrieg erscheint in einer bestimmten Perspektive als letzter großer europäischer Religionskrieg mit den Spannungen zwischen den drei Königreichen England, Schottland und Irland innerhalb einer fragilen „composite monarchy“. Hinzutraten die Finanzprobleme der Stuart-Monarchie, die innerhalb des Rahmens der traditionellen ständischen Verfassung kaum lösbar zu sein schienen. Nach der Hinrichtung Karls I. 1649 wurde England für 11 Jahre eine Republik. Die in diesen Jahren geführten staatstheoretischen Debatten waren wegweisend für die gesamte politische Theorie in Europa bis zur Amerikanischen Revolution, nicht zuletzt auch in demokratietheoretischer Hinsicht, aber auch in der Entwicklung der Sprache des klassischen Republikanismus. Die Restauration von 1660 sollte sich schon bald als instabil erweisen, auch wegen der weiter bestehenden, tiefen konfessionellen Gegensätze, und weil die Konflikte des Kontinents (französische Hegemonialstreben unter gegenreformatorischen Vorzeichen) auf England und die britischen Inseln ausstrahlten. Das Seminar wird sich mit dieser entscheidenden Epoche der britischen und irischen Geschichte an Hand der gedruckten und im Netz verfügbaren Quellen sowie mit der jüngeren Forschungsliteratur auseinandersetzen.

Abgabetermin für die Hausarbeit ist der 24. März 2021.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen 15. Februar und 09. April 2021.

Literatur

M. Braddick, God's fury, England's fire. A new history of the English Civil Wars, 2008.; Ders. (Hg.), The Oxfordhandbook of the English Revolution, 2015.; Blair Worden, God's instruments. Political conduct in the Englandof Oliver Cromwell, 2012.; Tim Harris (Hg.), The final crisis of the Stuart monarchy. The revolutions of 1688-91 in their British, Atlantic and European context, 2013.; Ders., Restoration. Charles II and his kingdoms,1660-1685, 2005.

 

 

 

Frankreich und das Alte Reich in der Frühen Neuzeit

   Bild Kühner  PD Dr. Christian Kühner
Termin

Beginn: 03.11.2020
Di., 14 Uhr ct - 16 Uhr (Online über Zoom)

 
Kommentar


Das Seminar verfolgt zwei verschiedene, dabei aber eng miteinander verbundene Erkenntnisziele, die sich als die Doppelperspektive von „Vergleich und Verflechtung“ (Jörn Leonhard) fassen lassen. Zum einen sollen Frankreich und das Heilige Römische Reich deutscher Nation als zwei sehr unterschiedlich organisierte frühneuzeitliche Gemeinwesen vorgestellt und Parallelen und Unterschiede der historischen Entwicklung in beiden Ländern untersucht werden. Zum anderen sollen die deutsch-französischen Beziehungen in der Frühen Neuzeit betrachtet werden; sie umfassen so verschiedene Bereiche wie Diplomatie, militärische Auseinandersetzungen, kulturellen Austausch und Migration. Das Seminar wird mit einem Blick auf die politischen Strukturen beginnen: Während Frankreich schon im Mittelalter den Weg zu einer zentralisierten Monarchie eingeschlagen hatte, wurde im Alten Reich an der Schwelle zur Neuzeit die stark dezentralisierte Struktur aus lockerem Reichsverband und Territorien zementiert. Die mit Martin Luther in Deutschland ihren Ausgang nehmende Reformation wurde hier in weiten Teilen, insbesondere im Norden, zur vorherrschenden Glaubensrichtung; in Frankreich dagegen wurde insbesondere der von Johannes Calvin geprägte reformierte Protestantismus wichtig, wobei das Land mehrheitlich katholisch blieb. Während in Deutschland der Augsburger Religionsfrieden von 1555 einen modus vivendi zwischen Katholiken und Protestanten festschrieb, eskalierte in Frankreich der konfessionelle Dissens zwischen den Katholiken und den protestantischen Hugenotten in den Religionskriegen, die erst mit dem Toleranzedikt von Nantes 1598 ein Ende fanden. Während sich in Frankreich die Monarchie im Zeitalter der Kardinalminister Richelieu und Mazarin konsolidierte, tobte in Deutschland der Dreißigjährige Krieg, in den Frankreich zunächst indirekt, später direkt eingriff. Das Zeitalter Ludwigs XIV. brachte die als „Grand Siècle“ bezeichnete Blüte der französischen Literatur und anderer Künste, aber auch eine Serie von Kriegen, in denen französische Armeen im Alten Reich Krieg führten. Die Aufhebung des Edikts von Nantes führte zu einer Fluchtwelle der Hugenotten, von denen sich vielein den protestantischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches ansiedelten. Im achtzehnten Jahrhundert bildeten sich in Frankreich und in Deutschland deutlich unterschiedliche Richtungen der Aufklärung heraus, wobei es aber – mit Friedrich II. von Preußen und Voltaire als prominentestem Beispiel – auch Kontakte gab. Das Seminar wird mit einem Ausblick auf die Epoche der französischen Revolution enden, die in Form der Revolutionskriege und der napoleonischen Ära nicht nur in Frankreich selbst, sondern auch in Deutschland eine Umwälzung der politischen Verhältnisse brachte.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 12. März 2021.
Mündliche Prüfungen nach individuellerAbsprache i.d.R. zwischen 15. Februar und 09. April 2021.

Literatur

Rainer Babel, Deutschland und Frankreich im Zeichen der habsburgischen Universalmonarchie, 1500-1648,Darmstadt 2005 (WBG deutsch-französische Geschichte, Bd. 3);Guido Braun, Von der politischen zur kulturellen Hegemonie Frankreichs, 1648-1789, Darmstadt 2008 (WBGdeutsch-französische Geschichte, Bd. 4); Michel Espagne, Les transferts culturels franco-allemands, Paris 1999; Michel Espagne/Michael Werner, Transferts. Les relations interculturelles dans l’espace-franco-allemand (XVIIIe et XIXe siècle), Paris 1988; Axel Gotthard, Das Alte Reich, 1495-1806, Darmstadt 5. Aufl. 2013;Jörn Leonhard (Hg.), Vergleich und Verflechtung. Deutschland und Frankreich im 20. Jahrhundert, Berlin 2015;Horst Möller/Jacques Morizet (Hg.), Franzosen und Deutsche. Orte der gemeinsamen Geschichte, München1996.

 

 

Kolloquium

 

Forschungskolloquium der Frühen Neuzeit

 

asch_brbt  Prof. Dr. Ronald G. Asch

 

Termin

Beginn: 09.11.2020
Mo, 18-20 Uhr c.t. (Online über Zoom)

Zusatztermin als Kompaktsitzung: 29.01.2021 (Uhrzeit folgt)

Die für die virtuellen Sitzungen verwendete Software wird Zoom sein. Nähere Hinweise gibt Ihnen bei Bedarf Luca Scalzini (luca.scalzini@geschichte.uni-freiburg.de).

Kommentar

Das Kolloquium wendet sich an fortgeschrittene Studierende aus den BA-Studiengängen und an Masterstudent/innen aller Semester. Es sollen an Hand jüngerer wissenschaftlicher Publikationen zentrale Forschungsfragen diskutiert, aber auch Abschlussarbeiten der Teilnehmer/innen vorgestellt werden. Ergänzt wird das Programm durch eine Reihe von Gastvorträgen. Eine vorherige Anmeldung über Mail ist wünschenswert.

 

 

Proseminare 

 

Der Dreißigjährige Krieg


Bild Asch  Prof. Ronald G. Asch

Termin

Beginn: 09.11.2020 (zweite Semesterwoche)
Mo, 14-16 Uhr c.t. (Online über Zoom)

Zusätzliche Kompaktsitzungen (Online über Zoom):
Fr, 27.11.2020, 10-13.30 Uhr
Fr, 11.12.2020, 10-30.30 Uhr
Fr, 15.01.2021, 10-30.30 Uhr
Fr, 05.02.2021, 10-30.30 Uhr

Kommentar

Der Dreißigjährige Krieg ist ein vielschichtiges Phänomen, einerseits kam es aufgrund von Gewalt, Ernteausfällen und Seuchen zu einem starken Bevölkerungsrückgang in Mitteleuropa (bis zu 30 %), andererseits veränderte der Krieg auch die politischen Kräfteverhältnisse (Aufstieg Schwedens und Frankreichs, Stabilisierung der Habsburgermonarchie und Abstieg Spaniens als Großmacht). Der Krieg wird oft als Religionskrieg betrachtet, zumindest in der Zeit bis 1635, war aber immer auch durch transkonfessionelle Allianzen gekennzeichnet. An seinem Ende stand ein Friedensschluss, der zumindest in Deutschland ein relativ friedliches Nebeneinander unterschiedlicher Konfessionen im Rechtsrahmen des Reiches verbürgte, allerdings Europa insgesamt keinen dauerhaften Frieden brachte. Die unterschiedlichen Aspekte des Friedens sollen in Auseinandersetzung mit den Quellen und der Forschung, auch mit Blick auf die erfahrungsgeschichtliche Dimension des Krieges, aus der Sicht der Bevölkerung diskutiert und erörtert werden.

Zum Proseminar findet im Zeitraum vom 13.11.2020 bis 22.01.2021 immer freitags von 16-18 Uhr ein verpflichtendes zweistündiges Tutorat in digitaler Form statt.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 13.03.2021.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen 15. Februar und 09. April 2021.

 Literatur

G. Schmidt, Die Reiter der Apokalypse. Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, 2018.; R. G. Asch, Vor dem Großen Krieg. Europa im Zeitalter der spanischen Friedensordnung 1598-1618, 2020.; Olaf Asbach (Hg.),The Ashgate research companion to the Thirty Years' War, 2014.; H. Medick (Hg.), Der Dreissigjährige Krieg.Zeugnisse vom Leben mit Gewalt, 2018.

 
 
 

Das Papsttum und der Kirchenstaat in der Frühen Neuzeit

  Bild Kühner  PD Dr. Christian Kühner
Termin

Beginn: 04.11.2020
Mi 16-18 Uh c.t. (Online über Zoom)

Kommentar

In der Frühen Neuzeit spielte das Papsttum für die politische und religiöse Entwicklung des katholischen Teils Europas eine wichtige Rolle. Dabei war der Papst in der Frühen Neuzeit nicht nur – wie heute auch – geistliches Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern auch weltlicher Herrscher über einen ausgedehnten Staat, der weite Teile Mittelitaliens umfasste. Diese Doppelrolle des Papstes hatte zur Folge, dass er einerseits (als Kirchenoberhaupt) auf europäischer Ebene in Fragen der Religionspolitik mit den Großmächten interagierte, andererseits (als italienischer Territorialfürst) in die weltlichen Machtkämpfe der verschiedenen Staaten des politisch stark zersplitterten frühneuzeitlichen Italien verwickelt war. Das Seminar wird das Papsttum in seiner frühneuzeitlichen Entwicklung darstellen, die vom – von den Reformatoren stark kritisierten – Renaissancepapsttum zum Reformpapsttum des sechzehnten Jahrhunderts führt, wobei insbesondere das Konzil von Trient und seine Folgen zu analysieren sind. Das Papsttum der Barockzeit zeichnete sich durch spektakuläre Bauprojekte aus, mit denen Rom als prachtvolle Residenzstadt ausgebaut wurde, worin sich auch der Anspruch der Päpste ausdrückte, dass Rom der Mittelpunkt der Christenheit sei. Des weiteren soll der Kirchenstaat sowohl in seinen inneren Strukturen als auch in seiner Einbindung in die Mächtepolitik Italiens untersucht werden, wo er – neben Venedig, Florenz, Mailand und Neapel-Sizilien – eines der fünf Machtzentren der Halbinsel bildete. In den Blick genommen wird dabei auch die päpstliche Kurie, die einerseits zugleich geistliches Verwaltungszentrum der Gesamtkirche und politische Regierungszentrale des Kirchenstaates, andererseits aber auch Ort päpstlicher Familienpolitik und der Machtkonkurrenz der römischen und italienischen Adelsfamilien war. Das Seminar will anhand des gewählten Beispiels auch allgemeiner in eine Reihe von Grundzügen frühneuzeitlicher europäischer Gemeinwesen (z.B. Rolle der Religion, Patronageund Klientelismus, allmähliches Wachstum der Staatsgewalt) einführen; es richtet sich somit auch und gerade an Studierende des 1. und 2. Semesters. Studierende höherer Semester sind jedoch ebenfalls herzlich willkommen!

Zum Proseminar findet immer donnerstags von 16-18 Uhr ein verpflichtendes zweistündiges Tutorat in digitaler Form statt.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 12. März 2021.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen 15. Februar und 09. April 2021.

Literatur

Volker Reinhardt, Pontifex. Die Geschichte der Päpste. Von Petrus bis Franziskus, München 2. Aufl. 2018; Michael Matheus/Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter/Alfried Wieczorek (Hg.), Die Päpste, 4 Bde.,Regensburg/Mannheim 2016-2017; Bruno Steimer (Hg.), Herder Lexikon Päpste und Papsttum, Freiburg/Basel/Wien 2. Aufl. 2016; Horst Fuhrmann, Die Päpste. Von Petrus zu Benedikt XVI., München 4. Aufl. 2012; Georg Schwaiger/Manfred Heim, Kleines Lexikon der Päpste, München 2005; Georg Denzler, Das Papsttum. Geschichte und Gegenwart, München 2. Aufl. 2004; August Franzen/RemigiusBäumer, Papstgeschichte, Freiburg/Basel/Wien 4. Aufl. 1988; Wolfgang Reinhard, Freunde und Kreaturen. „Verflechtung“ als Konzept zur Erforschung historischer Führungsgruppen. Römische Oligarchie um 1600, München 1979; Nicole Reinhardt, Macht und Ohnmacht der Verflechtung. Rom und Bologna unter Paul V. Studien zurfrühneuzeitlichen Mikropolitik im Kirchenstaat, Tübingen 2000; Christian Wieland, Fürsten, Freunde, Diplomaten. Die römisch-florentinischen Beziehungen unter Paul V.(1605-1621), Köln/Weimar/Wien 2004; Birgit Emich, Territoriale Integration in der Frühen Neuzeit. Ferrara und der Kirchenstaat, Köln/Weimar/Wien 2005.

 

 

Die Entstehung der Vereinigten Staaten


toenjes2  Dr. Christopher Toenjes

Termin

Beginn: 02.11.2020
Mo, 10-13 Uhr c.t. (Online per Zoom)
 

Kommentar

 

 

 

 

 

 

In diesem Seminar werden die frühsten Phasen des Aufstiegs der Vereinigten Staaten vom Status britischer Kolonien zu einer unabhängigen Nation analysiert. Es umfasst die Kolonialzeit vom 17. Jahrhundert bis zur Etablierung der Republik im 19. Jahrhundert. Die Tatsache, dass die britischen Kolonien mit ihren bescheidenen Anfängen (die von äußerst unterschiedlichen Ansichten geprägt waren) zu einer geschlossenen Einheit heranwuchsen, die in der Lage war, ihre Unabhängigkeit von einer der mächtigsten Nationen der Welt zu erstreiten und aufrechtzuerhalten, sollte nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Das Seminar untersucht die Faktoren, die zum Bruch mit dem Mutterland geführt haben, sowie diejenigen, welche für das Streben nach Unabhängigkeit verantwortlich waren. Dies schließt die erbitterte Rivalität in Europa zwischen konkurrierenden Kolonialmächten sowie die Unzufriedenheit der Bewohner der Kolonien mit der Einmischung Großbritanniens in ihre eigenen Angelegenheiten ein. Die Ursprünge des politischen, religiösen und wirtschaftlichen Exzeptionalismus Amerikas zu Beginn der Moderne, die in vielerlei Hinsicht bis heute seine Einzigartigkeit erklärt, werden untersucht. Obwohl die Ideen von politischer Demokratie, sozioökonomischer Mobilität und Religionsfreiheit radikale Brüche mit den Traditionen der Alten Welt waren, hatten sie ihren Ursprung bei europäischen Denkern. Die Assimilation von Menschen unterschiedlicher Herkunft sorgte für eine einzigartige Erfahrung und trug in hohem Maße auch zur Schaffung einer amerikanischen Identität bei. Schließlich wird untersucht, inwieweit die USA als „Schmelztiegel“ von Nationalitäten, Kulturen und Ethnien angesehen werden kann; außerdem wird ihre Beziehung zur indianischen Bevölkerung sowie zum Sklavenhandel untersucht.

Gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 22. März 2021.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 15. Februar und dem 09. April 2021.
Literatur

Allison, The American Revolution : a concise history, 2011; Bailyn, The ideological origins of the Americanrevolution, 1967; Banning, The sacred fire of liberty, 1996; Boatner, Encyclopedia of the American Revolution,2006; Clark, The roots of rural capitalism; Ellis, Sie schufen Amerika, 2002; Gipson, The British Isles andthe American colonies: The southern plantations, 1748 – 1754 (Vol. 2), The northern plantations, 1748-1754(Vol. 3), 1967; Gray / Kamensky, The Oxford handbook of the American Revolution, 2013; Hickey, The Warof 1812; Maier, American scripture : making the declaration of independence, 1998; Pettigrew, Freedom'sdebt : the Royal African Company and the politics of the Atlantic slave trade, 1672 – 1752, 2014; Rakove,Revolutionaries : a new history of the invention of America, 2010; Richter, Before the Revolution : America'sancient pasts, 2011.

 

 
 

 

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