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Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2020

 

Vorlesung

 

Englische und britische Geschichte 1558-1760


asch_brbt Prof. Ronald G. Asch

Termin

Beginn: 11.05.20

DIE VORLESUNG WIRD ALS PODCAST IM NETZ ÜBER ILIAS BEREIT GESTELLT ab 11.05.20: 

Sie wird abgeprüft durch eine Klausur am 30.07.20, 16 – 18 Uhr (Audimax).

Das Ilias-Kennwort für die Vorlesung wird Ihnen über Mail mitgeteilt.

ALLE TEILNEHMER/INNEN DER VORLESUNG MÜSSEN SICH ZWINGEND ÜBER HIS-IN-ONE ANMELDEN, WEIL ICH SIE SONST NICHT ÜBER MAIL ERREICHEN KANN.

Kommentar

 

Die Vorlesung behandelt die Geschichte Englands, aber auch der britischen Inseln insgesamt, von der Thronbesteigung Elisabeths I. bis zum Tode Georgs II. In dieser Zeit festigte sich die Position des Protestantismus als Staatsreligion. Aus bescheidenen Anfängen entstand nach und nach eines der größten europäischen Kolonialreiche, und England respektive das Vereinigte Königreich wurde zu einer europäischen Großmacht, die es militärisch mit Frankreich und anderen Staaten aufnehmen konnte. Vielfach gilt England im 18. Jahrhundert als „first modern society“. Aber die Epoche war auch durch schwere Krisen gekennzeichnet, besonders im 17. Jahrhundert, als die drei Königreiche England, Schottland und Irland nach 1639/40 in blutigen Bürgerkriegen versanken. Zudem führte in den 1670er und 1680er Jahren die mögliche Thronfolge eines Katholiken (Jakobs. II) erst zu einer schweren politischen Krise (1678-82) und dann zum Sturz des Königs (1688). Erst nach 1720 gelang es, ein relativ hohes Maß an Stabilität zu erreichen. Dafür war nicht zuletzt die starke Stellung, die das Parlament nach 1688 respektive nach 1701 (Act of Settlement) erreicht hatte, maßgeblich.

Die Vorlesung kann als Überblicksvorlesung Neuere Geschichte (16. - 18. Jh.) besucht werden.

Ziu erbringende Studienleistung: Die Vorlesung schließt mit einer Klausur am 30.07.20, 16 - 18 Uhr (Audimax).

Literatur

Ronald G. Asch, Die Stuarts. Geschichte einer Dynastie (= C.H. Beck Wissen), 2011; Peter Wende, Großbritannien 1500 – 2000, 2001; Michael Braddick (Hg.), The Experience of Revolution in Stuart Britain and Ireland. Essays for John Morrill, 2011; Barry Coward (Hg.), A Companion to Stuart Britain, 2003. 

 

 

Hauptseminare

 

Dynastische Imperien, composite states und föderative Reiche in der Frühen Neuzeit, ca. 1560-1740


asch_brbt Prof. Ronald G. Asch



Termin

 


Beginn: 11.05.20 (25.05.20, 08.06.20, 22.06.20)

Mo., 14 Uhr ct - 15.15 Uhr (digital)

Kompaktsitzungen: Freitag, 24.07.20, 10 - 18 Uhr und
Samstag, 25.07.20, 10 - 14 Uhr (KG I, HS 1016).

Das Seminar findet ab 11.05.2020 statt und zwar einerseits über interaktive virtuelle Seminarsitzungen, über ergänzende Podcasts und Powerpoint-Präsentation im Netz sowie in Form von zwei Kompaktsitzungen an folgenden Terminen: Freitag, 24.07.20, 10 - 18 Uhr und Samstag, 25.07.20, 10 - 14 Uhr (KG I, HS 1016).

Das für die virtuellen Sitzungen verwendete software-Format wird Zoom sein. Ich bitte Sie dies auf Ihren Rechnern zu installieren. Nähere Hinweise gibt Ihnen bei Bedarf Luca Scalzini (luca.scalzini@geschichte.uni-freiburg.de). Es ist wichtig wegen möglicher Sichheitslücken auch updates regelmäßig zu installieren!

Für die interaktiven Sitzungen sind folgende Termine vorgesehen:

11.05.20: 14 Uhr ct bis 15.15 Uhr
25.05.20: 14 Uhr ct bis 15.15 Uhr
08.06.20: 14 Uhr ct bis 15.15 Uhr
22.06.20: 14 Uhr ct bis 15.15 Uhr

Weitere ergänzende Termine werden gegebenenfalls noch bekannt gegeben.

Das Ilias-Kennwort wird Ihnen über Mail mitgeteilt.

Im Kontext der Kompaktsitzungen sind Referate im üblichen Umfang und Format geplant. Sollte die UB nicht zur Verfügung stehen, erfolgt eine Umstellung auf andere Formate.

Kommentar
 
 
 
 
 
 

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt der Nationalstaat als die mehr oder weniger normale Form politischer Organisation. In der frühen Neuzeit stellten Staatsgebilde, die zumindest ansatzweise die Züge eines Nationalstaates trugen, jedoch eher die Ausnahme dar. Neben räumlich begrenzten Fürstenherrschaften standen vor allem dynastische Großreiche wie das der spanischen oder auch der deutschen Habsburger mit ihren Zentren in Madrid respektive Wien und Prag, aber auch kleinere composite monarchies wie die der Stuarts nach 1603 oder des Hauses Oldenburg in Dänemark und seinen Nebenlanden. Das Seminar soll fragen, welche Kräfte solche Großreiche zusammenhielten, in welcher Form sie aber auch durch Krisen erschüttert werden konnten, wie dies nicht nur im Fall der spanischen Monarchie geschah. Die Herrschaftsmethoden, die Monarchen oder auch Ständeversammlungen anwandten, um Imperien zu integrieren, konnten vom „benevolent neglect“ mit Blick auf die peripheren Gebiete bis hin zum Austausch von Eliten (Böhmen nach 1620) oder gar zur ethnischen Säuberung (ansatzweise Ulster nach 1608 oder ganz Irland nach 1650) reichen. Aber auch für die Untertanen und die regionalen Eliten in solchen Großreichen stellte sich die Frage, wie sie sich an ein imperiales System anpassten und es womöglich zu ihrem eigenen Vorteil nutzen konnten. Dabei soll der Blick des Seminars sich zwar primär auf Europa richten, aber auch die koloniale Dimension imperialer Herrschaft mitberücksichtigen.

Abgabetermin Hausarbeit: 31.08.20.

Literatur

Stephan Wendehorst (Hg.), Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien. Herrschaftsmanagement jenseits von Staat und Nation, Berlin/München 2015; John H. Elliott, Scots and Catalans. Union and Disunion, New Haven, Ct. 2018; John Morrill, Dynasties, Realms, Peoples and State Formation, 1500–1720, in: Robert v. Friedeburg/John Morrill (Hgg.), Monarchy Transformed. Princes and their Elites in Early Modern Europe, Cambridge 2017, S. 17-43; Tonio Andrade/William Reger (Hgg.), The Limits of Empire. European Imperial Formations in Early Modern World History. Essays in Honor of Geoffrey Parker, Farnham 2012; Steven G. Ellis/Christopher Maginn, The Making of the British Isles. The State of Britain and Ireland, 1450-1660, Harlow 2007; Bartolomé Yun Casalilla, Iberian World Empires and the Globalization of Europe, 1415-1668, 2019 (open access, digital verfügbar); Henry Kamen, Empire. How Spain became a World Power, 1492-1763, 2003; Andreas Pečar, Dynastien - Träger der Staatsbildung? Überlegungen zu Herrschaft und Staatsbildung in kulturvergleichender Perspektive anlässlich einer prominenten Neuerscheinung, in: Zeitschrift für historische Forschung 44 (2017), S. 51-67.

 

 

 

 Karl V., seine Reiche und seine Zeit

   Bild Kühner  Dr. Christian Kühner
Termin

Beginn: 12.05.20
Di., 14 Uhr ct - 16 Uhr (digital)
event. später Präsenzsitzungen


Das Seminar wird sich aus mehreren Lehrformen zusammensetzen. Die Online-Präsenzsitzungen werden durch Fernkursaufgaben ergänzt werden.

Der angegebene wöchentliche Termin wird beibehalten, um die Option offenzuhalten, das Seminar in der zweiten Semesterhälfte in Form von regulären wöchentlichen Präsenzsitzungen fortzuführen, falls dies die Umstände erlauben.

Die Uhrzeit der Online-Meetings wird zunächst beibehalten, mit der Option, im Kreis der Teilnehmenden andere Uhrzeiten für Online-Meetings zu vereinbaren.

Als Software werden Adobe Connect und/oder Zoom zum Einsatz kommen.

Genauere Hinweise zum Ablauf, zu Software und Technik, zu den Sitzungsthemen, zur genauen Ausgestaltung der Studienleistungen und zu sonstigen organisatorischen Fragen erfolgen per Rundmail an die Teilnehmenden.

 
Kommentar In diesem Hauptseminar soll die Person Kaiser Karls V. den roten Faden bilden, anhand dessen eine ganze Reihe wichtiger Themen in der europäischen Geschichte des frühen sechzehnten Jahrhunderts, zum Teil samt ihrer Verflechtung mit der Geschichte anderer Weltgegenden, erkundet werden können. Zunächst wird natürlich die Biographie des Kaisers zu thematisieren sein; das bedeutet notwendigerweise auch, seine Familie, nämlich das Haus Habsburg, und damit eine der wichtigsten Herrscherfamilien der europäischen Neuzeit, in den Blick zu nehmen. Zu betrachten sein werden dann verschiedene thematische und geographische Kontexte, in denen der Kaiser wirkte. Karl V., selbst katholisch, musste sich als Kaiser mit dem Wirken Martin Luthers und den Anfängen der Reformation auseinandersetzen. Nicht aus religiösen, wohl aber aus politischen Gründen spannungsreich war sein Verhältnis zum Papsttum. Eine Besonderheit, die Karl V. in der europäischen Geschichte besonders heraushebt, sind die vielen verschiedenen Herrschaftsbereiche, die ihm unterstanden. Zu behandeln sein wird das Heilige Römische Reich deutscher Nation, dem Karl V. als Kaiser vorstand und mit dessen komplexer politischer Struktur er sich auseinandersetzen musste. Diesem mitteleuropäischen Reich gegenüber stand sein Machtbereich als König des erst kürzlich zuvor vereinigten Spanien – samt dem enormen Kolonialbesitz insbesondere in Lateinamerika. Karl V. herrschte aber auch über den burgundisch-niederländischen Länderverband, der sich im Grenzbereich zwischen den Sphären Frankreichs und des Heiligen Römischen Reichs erstreckte; hier war er aufgewachsen und somit auch durch die Kultur dieser Region geprägt worden. Karl herrschte auch über Teile Italiens, was auf weitere wichtige Themen führt. Das betrifft die Italienkriege, die sich vom fünfzehnten bis ins sechzehnte Jahrhundert erstreckten und die zu politischen Weichenstellungen führten, die die italienische Geschichte der Frühen Neuzeit prägen sollten. Diese Italienkriege wiederum sind nicht zu trennen von der strukturellen Rivalität zwischen Frankreich und dem Haus Habsburg. Diese Rivalität erfuhr im hier betrachteten Zeitalter eine Zuspitzung in Form der persönlichen Rivalität zwischen Karl V. und König Franz I. von Frankreich. Auch die Konflikte Karls V. mit Osmanen und Barbaresken im Mittelmeerraum werden zu thematisieren sein. Abschließend wird nach Vermächtnis und Nachwirkung Karls V. zu fragen sein.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 09.09.20.
Mündliche Prüfungen finden nach nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 27.07.20 und 02.10.20 statt.

Literatur Wim Blockmans, Emperor Charles V, 1500-1558, London 2002; Pierre Chaunu/Michèle Escamilla, Charles Quint, Paris 2000; Denis Crouzet, Charles Quint. Empereur d’une fin des temps, Paris 2016; Alfred Kohler, Karl V. 1500-1558. Eine Biographie, München 2005; Heinrich Lutz/Elisabeth Müller-Luckner (Hg.), Das römisch-deutsche Reich im politischen System Karls V., München/Wien 1982 (Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 100); William Maltby, The Reign of Charles V, Basingstoke 2002; Ludolf Pelizaeus, Dynamik der Macht. Städtischer Widerstand und Konfliktbewältigung im Reich Karls V., Münster 2007 (Geschichte in der Epoche Karls V., Bd. 9); Anna Margarete Schlegelmilch, Die Jugendjahre Karls V. Lebenswelt und Erziehung eines burgundischen Prinzen, Köln/Weimar/Wien 2011; Luise Schorn-Schütte, Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit, München 3. Aufl. 2006; Ernst Schulin, Kaiser Karl V. Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereiches, Stuttgart/Berlin/Köln 1999.

 

 

Kolloquium

 

Forschungskolloquium der Frühen Neuzeit

 

asch_brbt  Prof. Dr. Ronald G. Asch

 

Termin

Beginn: 18.05.20 (25.05.20, 08.06.20, 22.06.20)
Mo., 18 - 20 Uhr (digital)
Kpmpaktsitzung: Fr., 10.07.20, 10 - 18 Uhr, KG IV, Ü2


Das Kolloquium findet teils über interaktive Sitzungen virtuell statt, teils über eine Kompaktsitzung im Juli.

Der Termin für die Kompaktsitzung ist Fr, 10.07.20, 10 - 18 Uhr (Raum Ü2). Bei der Kompaktsitzung sollten Atemmasken getragen werden, da der Raum nicht sehr groß ist, notfalls Eigenproduktion.

Für die interaktiven Sitzungen sind vorgesehen:

18.05.20, 18 – 20 Uhr
08.06.20, 18 – 20 Uhr

15.06.20, 18 - 20 Uhr
22.06.20, 18 – 20 Uhr

Der am 20.07.20 geplante Vortrag von Simon Egan sowie die ursprünglich geplanten Gastvorträge finden zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Das für die virtuellen Sitzungen verwendete software-Format wird Zoom sein. Ich bitte Sie dies auf Ihren Rechnern zu installieren. Nähere Hinweise gibt Ihnen bei Bedarf Luca Scalzini (luca.scalzini@geschichte.uni-freiburg.de). Wichtig ist wegen möglicher Sichheitslücken auch Updates regelmäßig zu installieren!

Kommentar

Das Kolloquium wendet sich an fortgeschrittene Studierende aus den BA-Studiengängen und an Masterstudent/innen aller Semester. Es sollen an Hand jüngerer wissenschaftlicher Publikationen zentrale Forschungsfragen diskutiert, aber auch Abschlussarbeiten der Teilnehmer/innen vorgestellt werden. Ergänzt wird das Programm durch eine Reihe von Gastvorträgen. Eine vorherige Anmeldung über Mail ist wünschenswert.

 

 

Übung

 

Die Schule im frühneuzeitlichen Europa


Bild Kühner  Dr. Christian Kühner

Termin

 
Beginn: 13.05.20
Mi., 16-18 Uhr (digital)
event. später Präsenzsitzungen


Die Übung wird sich aus mehreren Lehrformen zusammensetzen. Die Online-Präsenzsitzungen werden durch Fernkursaufgaben ergänzt werden.

Die Veranstaltung wird wöchentlich stattfinden. Der angegebene wöchentliche Termin wird beibehalten, um die Option offenzuhalten, die Übung in der zweiten Semesterhälfte in Form von regulären wöchentlichen Präsenzsitzungen fortzuführen, falls dies die Umstände erlauben.

Die Uhrzeit der Online-Meetings wird zunächst beibehalten, mit der Option, im Kreis der Teilnehmenden andere Uhrzeiten für Online-Meetings zu vereinbaren.

Als Software werden Adobe Connect und/oder Zoom zum Einsatz kommen. 

Genauere Hinweise zum Ablauf, zu Software und Technik, zu den Sitzungsthemen, zur genauen Ausgestaltung der Studienleistungen und zu sonstigen organisatorischen Fragen erfolgen per Rundmail an die Teilnehmenden.

Kommentar

 

Die Übung setzt sich zum Ziel, das Schulwesen im frühneuzeitlichen Europa näher zu betrachten. Es wird zunächst auf das dörfliche Schulwesen einzugehen sein, das in der jeweiligen Volkssprache arbeitete und grundlegende Fertigkeiten vermittelte. Ihm gegenüber standen die sogenannten Lateinschulen und auch die Gymnasien, worunter sowohl die Jesuitengymnasien als auch die protestantischen Gymnasien zu fassen sind. Diese Schularten vermittelten die lateinische Sprache und benutzten sie zumindest in den höheren Klassen auch als Unterrichtssprache, weil sie auf den Besuch der Universitäten vorbereiten sollten, wo ebenfalls auf Latein unterrichtet wurde. In sozialhistorischer Perspektive wird zum einen danach zu fragen sein, wer die Schüler waren, zum anderen aber auch danach, wer die Lehrer waren: Wer ergriff diesen Beruf? Wie sahen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Lehrern aus? In geschlechtergeschichtlicher Perspektive schließt sich die Frage an, wie sich die Bildungswege von Mädchen und Jungen unterschieden. Des Weiteren wird nach den Inhalten des Unterrichts zu fragen sein. Der Untersuchungszeitraum wird sich vom sechzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert erstrecken.

Literatur
 

Christa Berg (Hg.), Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte, 6 Bde., München 1987-2005; Gert Geißler, Schulgeschichte in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 2. Aufl. 2013; Notker Hammerstein, Bildung und Wissenschaft vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, München 2003; Juliane Jacobi, Mädchen- und Frauenbildung in Europa. Von 1500 bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 2013; Elke Kleinau (Hg.), Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung, 2 Bde., Frankfurt am Main 1996; Eugen Paul, Geschichte der christlichen Erziehung, 2 Bde., Freiburg/Basel/Wien 1993-95; Heinz Schilling/Stefan Ehrenpreis (Hg.), Erziehung und Schulwesen zwischen Konfessionalisierung und Säkularisierung. Forschungsperspektiven, europäische Fallbeispiele und Hilfsmittel, Münster u.a. 2003.

 
 

Proseminare 

 

Der Dreißigjährige Krieg


Bild Asch  Prof. Ronald G. Asch

                   

DAS PROSEMINAR ENTFÄLLT UND WIRD IM WINTER NACHGEHOLT.

   
   
 
 

 

Tudor-England


toenjes2  Dr. Christopher Toenjes

Termin

Die Termine werden in Online-Sitzungen und einer Kompaktsitzung umgesetzt.
 
Interaktive Sitzungen am:
 
11.05.20, 10-11.30 Uhr
18.05.20, 10-11.30 Uhr
25.05.20, 10-11.30 Uhr
08.06.20, 10-11.30 Uhr
22.06.20, 10-11.30 Uhr
06.07.20, 10-11.30 Uhr


Kompaktsitzung:
Freitag, 24.07.2020, 10-18 Uhr (KGIV, Übungsraum 2)

Das Tutorat zum Proseminar findet mittwochs 18-20 Uhr (wöchentlich) online statt. Beginn: 13.5.20. Nähere Informationen erhalten Sie vor Beginn per E-Mail. AP: Tobias Raeder: tobias.raeder@online.de
 

Kommentar

 

 

 

 

 

 

England unter der Herrschaft der Tudors (1485–1603) war eine von gewaltigen Umwälzungen gekennzeichnete Zeit. Nach den Rosenkriegen ist es den Tudor-Monarchen zwar gelungen, Ihre Herrschaft zu sichern und politische Stabilität herzustellen, jedoch sorgten weitere Faktoren für religiöse und wirtschaftliche Instabilität. Unter Heinrich VIII brach England mit Rom und infolgedessen erlebte das Königreich mehrmalige Konfessionswechsel bis es unter Elizabeth I endgültig Protestantisch geworden ist. Hohe Inflation und andere wirtschaftliche Änderungen zusammen mit religiösen Innovationen führte zu Unruhen und Aufständen. Religiöse Verfolgung seitens Katholiken und Protestanten endete mit hunderten Hinrichtungen und der Vertreibung von tausenden auf den britischen Inseln. Dazu kam es zu einem langwierigen und kostspieligen Krieg mit Spanien, der Vorkämpfer des Katholizismus in Europa.

Diese Epoche bedeutete aber auch den Anfang des Aufbruchs Englands zur Weltmacht. Die Flotte ist aufgebaut worden und unter Elizabeth wurden neue weltweite Handelsbeziehungen initiiert sowie erste Bemühungen, Kolonien in der neuen Welt zu gründen. Dies hatte zwar hauptsächlich das Ziel, ein Stachel in Spaniens Fleisch zu sein, aber dies markierte die Anfänge der Vorherrschaft in Nordamerika. Die gemeinsamen Interessen der Protestanten in England und Schottland führte auch zur Allianz und letztendlich Union zwischen den beiden Ländern unter Elizabeths Nachfahren.

Im Seminar werden die Gründe für diese Änderungen sowie deren weitreichende Folgen nachgegangen. Englische Sprachkenntnissen sind selbstverständlich Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.


Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 21.09.20. Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 27.07.20 und dem 02.10.20.

Literatur

Loades, Elizabeth I, London 2003; Macculloch, The Boy King Edward VI and the Protestant Reformation, Los Angeles 2002; Bucholz / Key, Early Modern England 1485 - 1714 : A Narrative History, Malden 2004; Guy, Henry VIII : The Quest for Fame, London 2014; Guy, Tudor England, Oxford 1990; Betteridge, Henry VIII and the Court : Art, Politics and Performance, Farnham 2013; Duffy, Saints, Sacrilege and Sedition : Religion and Conflict in the Tudor Reformations, London 2012.

 

 
 

 

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