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SFB 948 Helden - Heroisierungen - Heroismen

Professor Ronald G. Asch fungiert als Vizesprecher des SFBs 948 und leitet die Teilprojekte B2 und C2.

 

 Allgemeine Informationen zum SFB 948

 

D5 | Leitung: Prof. Dr. Ronald G. Asch | Mitarbeiterin: Kelly Minelli

Modelle des Heroischen in militärischen Selbstzeugnissen 1756-1815 im deutsch-französischen Vergleich

Das Teilprojekt fragt nach heroischen Leitbildern und Formen der heroischen (Selbst-)darstellung von Mitgliedern des Militärs in der Epoche zwischen dem Siebenjährigen Krieg und den Napoleonischen Kriegen. Dazu will es Selbstzeugnisse sowohl von einfachen Soldaten als auch von (adligen) Offizieren auswerten. Als Hauptquellen dienen Autobiographien, Memoiren und Tagebücher, die zum Teil von den Autoren selbst oder aber von deren Angehörigen in der Regel erst einige Jahrzehnte nach der eigentlichen Kriegsteilnahme publiziert worden sind. Um die damit einhergehende Überformung der Kriegserfahrung durch rechtfertigende Selbststilisierung und die nachträgliche, durch literarische Konventionen geprägte Überarbeitung der Kriegserinnerungen zu problematisieren, fließt die Analyse von Soldatenbriefen ebenfalls in die Untersuchung mit ein. Der tiefgreifende Wandel nicht nur in der Kriegsführung, sondern auch des Umgangs mit kriegerischer Gewalt im Untersuchungszeitraum führte zu einer Transformation der heroischen Leitbilder: Während vor 1790 die Darstellung als Held eher nur der adligen Offizierskaste vorbehalten blieb, änderte sich dies mit der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen.
 
 
 

 

 

Abgeschlossene Teilprojekte

 B2 | Leitung: Prof. Dr. Ronald G. Asch | Mitarbeiterin: Dr. Monika Mommertz

Held – Natur – Wissen: Der Wissenschaftlerheros im Kontext der ‚Neuen Wissenschaften‘ des langen 17. Jahrhunderts

Am Beispiel der ‚neuen Wissenschaften von der Natur‘ des langen 17. Jahrhunderts fragt das Teilprojekt nach der Figuration eines bisher nicht systematisch untersuchten Modells des Wissenschaftlers als Heros. Untersucht wird die Selbst- und die Fremdheroisierung von Gelehrten wie Brahe, Galileo, Bacon und Newton in der europäischen res publica litteraria und breiteren Öffentlichkeiten. Die Analyse richtet sich auf Prägungen wissenschaftlicher Methoden und Praktiken, Stabilisierungen der noch ungefestigten neuen Wissenschaften sowie Abgrenzungen gegenüber potentiell statusbedrohender Wissensträger(inne)n.
 
 
 


 

C2 | Leitung: Prof. Dr. Ronald G. Asch | Mitarbeiter: Andreas Schlüter

Konkurrierende Modelle des Heroischen in England und Frankreich zwischen ca. 1580 und 1630 im Vergleich: Herrscher, Märtyrer, Glaubenskämpfer

Das Teilprojekt untersucht konkurrierende Modelle des Heroischen in England und Frankreich im späten 16. und im frühen 17. Jahrhundert. Idealvorstellungen des Heroischen waren in dieser Zeit zutiefst durch den Konflikt zwischen den Konfessionen geprägt. Nach der Wende zum 17. Jahrhundert setzten sich zumindest in Frankreich mit dem Abklingen gewaltsamer konfessioneller Auseinandersetzungen andere kulturelle Muster für heroisches Verhalten durch. Weniger der Mann der Tat, sondern solche Männer und Frauen wurden nun zu Held(inn)en stilisiert, die ihre Leidenschaften kontrollierten und übermenschliche Kraft durch Frömmigkeit zeigten. Das Teilprojekt analysiert zudem, wie wandelnde heroische Leitbilder die monarchische Selbstdarstellung überformten.
 
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Henry IV en Herculeus terrassant l Hydre de Lerne cad La ligue Catholique Atelier Toussaint Dubreuil circa 1600


 

 

Weitere Informationen zum Teilprojekt C2

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