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Tagung: Diderot und die Macht

diderot

Öffentliche Tagung

 

des Historischen Seminars

in Kooperation mit dem Frankreich-Zentrum

 

zum 300. Geburtstag des französischen Philosophen

Denis Diderot (1713-1784)

 

Diderot und die Macht

 

Diderot et le pouvoir

 

 

am Montag, den 28. Oktober

im Großen Saal

des Hauses „Zur Lieben Hand“

 

Die internationale und interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

 Zu den Bildern der Tagung

 

Bericht der Badischen Zeitung

 

Am 5. Oktober 2013 werden wir den 300. Geburtstag des französischen Philosophen Denis Diderot (1713-1784) feiern, der vor allem mit d’Alembert als Gründer und Mitherausgeber der „Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers“ berühmt wurde. Das vielfältige Interesse des Aufklärers spiegelt sich in seinem umfangreichen Œuvre wider: Er war Philosoph, Kritiker, Erzähler, Dramaturg, Essayist, Moralist, Materialist, Wissenschaftler, Psychologe, ein unterhaltsamer Briefschreiber und in der Gelehrtenrepublik als geistreicher Gesprächspartner hoch geschätzt. Sein Einfluss – wie der Voltaires und Rousseaus – ging über die Grenzen Frankreichs hinaus: Goethe und Schiller schätzten ihn ebenso sehr wie die Brüder August Wilhelm und Friedrich Schlegel, Vertreter der Frühromantik in Jena.

Dennoch sind viele Facetten seines Werkes noch unbekannt. Wir möchten Sie deshalb herzlich einladen, einen besonderen Aspekt von Diderots Werk zu entdecken: seine Ideen über Macht und Politik.

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse und hoffen, Sie zahlreich empfangen zu dürfen!

 

 

signatur diderot

Kontaktdaten:

 

Dr. Isabelle Deflers
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Rempartstraße 15
D-79085 Freiburg
Besucher: KG IV, Raum 4441 (4. Stock)
Tel.: 00 49 (0)761/203-3440
Fax.: 00 49 (0)761/203-67779



Programm:

 

10:00-10:30: Begrüßung und Einführung

Dr. Isabelle Deflers

 

 

Moderation:

Prof. Dr. Ronald G. Asch (Freiburg)

 

10:30-11:15:

Prof. Dr. Gerhardt Stenger (Nantes): Diderots Beitrag zu Raynals Geschichte beider Indien: das erste Donnergrollen der Revolution
 

11:15-11:45:

Kaffeepause

 

11.45-12.30:

Prof. Dr. Sven Externbrink (Heidelberg): Diderot und das europäische Staatensystem

 

12:30-13:15:

Dr. Theo Jung (Freiburg): Diderot und Tahiti: Europa im Spiegel einer außereuropäischen Gesellschaft

 

13:15-14:30:

Mittagspause

 

 

 

Moderation:

Dr. Christian Kühner (Freiburg)

 

14:30-15:15:

Dr. Isabelle Deflers (Freiburg): Diderots Auseinandersetzung mit dem „aufgeklärten Despotismus“ Preußens

 

15:15-16:00:

Dr. Martin Faber (Freiburg): Diderots Kritik der ersten polnischen Teilung 1772

 

16:00-16:30:

Kaffeepause

 

 

 

Moderation:

Dr. Isabelle Deflers (Freiburg)

 

16:30-17:15:

Prof. Dr. Thomas Klinkert (Freiburg): Diderots subversive Ästhetik: Le neveu de Rameau und Jacques le fataliste

 

Vortrag in französischer Sprache

17:15-18:00:

Dr. Michel Kerautret (Assemblée Nationale Française, Paris): Diderot et la Révolution américaine

 

18:15:

Ende der Tagung

 

 

Programm der Tagung zum Download

 

 

 

Referent/innen:

  

Dr. Isabelle Deflers ist seit Oktober 2011 akademische Rätin am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Bereich der Geschichte der Frühen Neuzeit. Ihre Schwerpunkte betreffen die Rechtsgeschichte, die Reformations- und Bildungsgeschichte der Frühen Neuzeit in Deutschland und Frankreich sowie die Geschichte Frankreichs und Preußens im 18. Jh. In ihrer Habilitation setzt sie sich mit dem Bild Preußens im (vor-)revolutionären Frankreich auseinander.

 

Apl. Prof. Dr. Sven Externbrink lehrt als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. In der Forschung beschäftigt er sich vor allem mit Deutsch-Französischer Geschichte, internationalen Beziehungen in der Frühen Neuzeit, mit politischer Kommunikation und der europäischen Gelehrtenrepublik in der Frühen Neuzeit. Seine Habilitation setzt sich mit Diplomatie und Deutschlandbild Frankreichs im Siebenjährigen Krieg auseinander. Derzeit arbeitet er vor allem zum Siebenjährigen Krieg als Weltkrieg, Friedrich dem Großen und Europa sowie zu Diplomatie und Gelehrtenrepublik im 17. Jahrhundert am Beispiel Ezechiel Spanheims.

 

Dr. Martin Faber ist seit 2007 Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Schwerpunkte seiner Forschung liegen neben der Kirchen- und Papstgeschichte in der Politischen Ideengeschichte und vor allem der Polnischen Geschichte der Frühen Neuzeit. Gegenstand seines Habilitationsprojektes ist der Sarmatismus als politische Ideologie des polnischen Adels in der Frühen Neuzeit.

 

Dr. Theo Jung ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Geschichte des Romanischen Westeuropa der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die vergleichende europäische Kommunikationsgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, die Geschichte der mündlichen Kommunikationskultur, die Geschichte der Kulturkritik, sowie Historische Semantik und Diskursanalyse. In seinem Habilitationsprojekt zur vergleichenden Geschichte des Schweigens im langen 19. Jahrhundert untersucht er die Grenzen der Sprache als Aushandlungsstätte gesellschaftlicher Macht.

 

Dr. Michel Kerautret arbeitet für die Assemblée Nationale Française, lehrt aber auch an der École pratique des Hautes Études in Paris. Zudem ist er Mitbegründer und Vizepräsident der Société d’études sur Joseph Fouché et son temps, die sich der Erforschung des Wirkens von Joseph Fouché widmet, dem Polizeiminister unter der Herrschaft Napoleons. Schwerpunkt seiner Forschung sind die preußisch-französischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert, daneben aber auch die internationalen Beziehungen zu napoleonischer Zeit. Er ist Verfasser einer 2005 erschienen Geschichte Preußens sowie mit Roger Dufraisse eines Bandes zur Außenpolitik des napoleonischen Frankreichs. Zudem hat er mehrere Bände der Korrespondenz Napoleons herausgegeben.

 

Prof. Dr. Thomas Klinkert ist Inhaber des Lehrstuhls für Romanistische Literaturwissenschaft und seit 2010 Vorstandsvorsitzender des Frankreich-Zentrums an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich vor allem der französischen und der italienischen Literatur in komparatistischer Perspektive. Insbesondere hat er sich mit der Rezeption Marcel Prousts, der Liebessemantik Rousseaus und der europäischen Romantik, sowie verstärkt mit Literatur und Wissenschaft, insbesondere der poetologischen Funktion wissenschaftlicher Modelle im Roman seit 1750 befasst. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1015 „Muße. Konzepte, Räume, Figuren“ untersucht er derzeit Muße und Autorschaft am Beispiel des autobiographischen Erzählmodells.

 

Prof. Dr. Gerhardt Stenger lehrt am Département de Lettres Modernes der Universität Nantes mit Schwerpunkt auf Literatur und Ideengeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts. Er ist Verfasser einer 2013 unter dem Titel „Diderot: Le combattant de la liberté“ erschienenen Biographie Denis Diderots. Schon in seiner 1994 erschienen Dissertation sowie in seiner Habilitation setzte er sich mit dem Werk Diderots, insbesondere den Aspekten von Freiheit und Natur auseinander. Derzeit arbeitet er unter anderem an einer kritischen Edition sämtlicher Werke von Claude Adrien Helvétius, eines weiteren wichtigen Protagonisten der französischen Aufklärung. Neben seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit Diderot hat er anlässlich des Jubiläums gemeinsam mit Henri Mariel das Theaterstück „Diderot en prison“ verfasst.

 

 

 

Pressemitteilungen:

 

1) Interview mit Dr. Isabelle Deflers zum Thema 300 Jahre Denis Diderot bei EchoFM

2) Gerhardt Stenger, Diderot. Le combattant de la liberté, Paris, Perrin, 2013, 795 p., ISBN : 978stenger2262036331, 29 €

Le mot de l'éditeur: Brillant élève chez les jésuites de Langres, le jeune Diderot monte à Paris pour y terminer ses études secondaires et s'inscrire à la Sorbonne en vue d'une carrière d'ecclésiastique. Arrivé dans la capitale, il y découvre la liberté et la philosophie des Lumières : tout en fréquentant la faculté de théologie, il abandonne la religion, devient athée et se lance dans l'aventure de l'Encyclopédie dont il prend la direction après la défection de d'Alembert. En 1749, il fait de la prison pour avoir trop ouvertement affiché ses opinions subversives dans la Lettre sur les aveugles, puis plonge dans la semi-clandestinité afin de mener à bien l'entreprise encyclopédique. De 1755 à 1775, il devient successivement auteur dramatique, romancier, critique d'art et conseiller de Catherine II de Russie. Sans cesser de réfléchir au matérialisme, il prend des positions politiques de plus en plus radicales au cours des dix dernières années de sa vie au point de figurer, grâce à sa collaboration à l'Histoire des deux Indes de l'abbé Raynal, parmi les inspirateurs de la Révolution.

Tout en restituant les étapes d'une existence vouée au combat, l'auteur, spécialiste des Lumières, nous livre, dans un ouvrage qui fera date, les clés d'une pensée mise au service de la liberté.

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